Dreimal Bronze für Ehrenamtsarbeit im Landkreis Greiz
Die Greizer Landrätin ehrt Frank Schneider, Marcel Hilbrich und Ulrich Schäfer mit der Katastrophenschutzmedaille des Freistaates Thüringen in Bronze.
Das Anstecken der Ehrennadeln traute sich Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) nicht so richtig. Nicht etwa, weil sie den Geehrten wegen Corona nicht zu nahe kommen wollte, sondern vielmehr, weil die Jacken der verdienstvoll Arbeitenden dabei beschädigt werden könnten.
So bekamen Frank Schneider für seinen 25-jährigen Einsatz als ehrenamtlicher Kreisbrandmeister des Landkreises Greiz für den Bereich Zeulenroda-Triebes, Marcel Hilbrich und Ulrich Schäfer, beide Mitglieder im DRK-Kreisverband Greiz, für ihre Mitwirkung im Katastrophenschutz des Landkreises Greiz jeweils die Katastrophenschutzmedaille des Freistaates Thüringen in Bronze überreicht.
Die Zeremonie verlief indes nicht weniger herzlich. Schließlich kennzeichnet alle drei die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit. Sie sind stets in ihrer Freizeit für andere im Einsatz.
Feuerwehrhelm als Dank
25 Jahre war Frank Schneider aus Zeulenroda-Triebes ehrenamtlicher Kreisbrandmeister des Landkreises Greiz. Nun sollen Jüngere den Part übernehmen, sagt er und zieht sich nicht etwa zurück, sondern ist wie in den vergangenen Jahrzehnten weiterhin in der Stützpunktwehr der Freiwilligen Feuerwehr Zeulenroda als stellvertretender Stadtbrandmeister tätig.
Die Arbeit selbst habe ihn Spaß gemacht. „Es ist an der Zeit, dass nicht nur die junge Generation das Ruder übernimmt, sondern auch neue Ideen mitbringt“, sagt der knapp 50-Jährige. Rund 54 Freiwillige Feuerwehren gehören zum Arbeitsbereich. Dazu zählen nicht nur die Ortsteilwehren von Zeulenroda-Triebes mit der Stützpunktwehr, sondern auch Langenwetzendorf, Auma-Weidatal, Langenwolschendorf und Weißendorf. Er habe stets ruhig und professionell gehandelt und das Möglichste herausgeholt, so die Landrätin.
Auch Stadtbrandmeister Steffen Jubold und Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) waren zur Ehrung anwesend. Steffen Jubold hatte noch eine Überraschung parat. Er bedankte sich bei seinem Feuerwehr-Mitarbeiter mit einem Feuerwehrhelm, der gebührend in der Sonne glitzerte und strahlte.
Tägliche Herausforderungen
Die Medaille des Thüringer Ministeriums für Inneres und Soziales für 15 Jahre freiwillige Arbeit im Katastrophenschutz erhielt Marcel Hilbrich aus den Händen von Martina Schweinsburg. Geboren wurde Hilbrich in Zeulenroda und ist nun wohnhaft in Brückla, einem Ortsteil von Hohenleuben.
Der junge Mann hat eine Ausbildung als Rettungsassistent absolviert und kam 2010 zum DRK-Kreisverband Greiz in Zeulenroda. Das Besondere an seinem Beruf seien die täglichen neuen Herausforderungen. „Man weiß nie, was ein Einsatz bringt“, sagt er. Dass Marcel Hilbrich neben seiner täglichen Arbeit im Katastrophenschutz ehrenamtlich wirkt, sei für ihn eine Selbstverständlichkeit und ganz normal. „Er ist hoch engagiert“, so die Landrätin.
Ein Mann der Taten
Ulrich Schäfer aus Münchenbernsdorf war als Neunjähriger schon Junger Sanitäter. 1992 wurde er Mitglied im DRK und seit 19 Jahren ist er aktiv im Katastrophenschutz tätig. Heute ist „Ulli“ Vizepräsident des DRK-Kreisverbandes Greiz. Mit den Worten: „Es weiß, was er tut“, überreichte Martina Schweinsburg ihm die Katastrophenschutzmedaille des Freistaates Thüringen in Bronze. Nach den fünf Worten blockte Schäfer schon ab. Er ist kein Mann der vielen Worte. Er packt an.
Die Landrätin nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei den DRK-Mitarbeitern für den verantwortungsvollen Einsatz in den im Landkreis eingesetzten Testbussen, in denen sich die Bürger auf das Coronavirus testen lassen können.
Aber auch die Einwohner des Landkreises blieben nicht unerwähnt: „Die Landpflanzen haben ein verantwortungsvolles Miteinander gezeigt“, so Schweinsburg. Ein bisschen Angst habe sie nun, dass der Inzidenzwert zukünftig noch ins Minus rutschen könnte, sagte sie scherzhaft.
OTZ/14.06.2021

