Brand in der Badewelt Waikiki in Zeulenroda
Am Sonntagmorgen um 9.15 Uhr schrillten in Zeulenroda-Triebes die Sirenen
Als am Sonntagmorgen, um 9.15 Uhr, in Zeulenroda-Triebes die Sirenen schrillten, standen alle Signale auf Rot. Viele Meldungen haben die Menschen über Brände in den vergangenen Tagen gehört. In der Doppelstadt aber konnte Entwarnung gegeben werden: Die Mitglieder der Stützpunktwehr Zeulenroda wurden innerhalb ihrer Wochenendschulung zur Abschlussprüfung gerufen. Die fand in der Badewelt Waikiki in Zeulenroda-Triebes statt.
Keine zehn Minuten waren vergangen, als die ersten Signalhörner der Wehren zu hören waren. Als die Fahrzeuge dann den Weg zur Badewelt Waikiki einschlugen, machten sich wohl ebenso viele Bürger der Stadt wie auch die Feuerwehrmänner- und frauen auf den Weg. Auf der Zufahrt zum Waikiki stauten sich dann auch die Fahrzeuge, allerdings nur die Einsatzwagen von der Feuerwehr und des DRK-Rettungsdienstes. Sie wurden koordiniert und unter Leitung der Wehrführung der Stützpunktwehr Zeulenroda um Wehrführer Christian Komorowski und der Einsatzleitung auf ihre Stellplätze eingewiesen.
So stellte sich schnell heraus, dass es eine Übung war, die unter realistischen Bedingungen durchgeführt wurde: Im Kellerbereich des Freizeit- und Erlebnisbades Waikiki in Zeulenroda ist aus unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Die Kellerräume sind stark verqualmt, man kann nichts mehr erkennen. Vier Mitarbeiter des Bades konnten aufgrund der starken Verqualmung den Kellerbereich nicht mehr verlassen und es wird angenommen, dass sie bewusstlos sind. Drei weitere Mitarbeiter stehen unter Schock und laufen im Objekt des Tropenbades herum.
Unter Atemschutz ins Waikiki
Die Einsatzkräfte der Feuerwehren sicherten die Einsatzstelle ab, unter Atemschutz betraten sie das völlig verqualmte Gebäude, suchten nach den Verletzten, die bei Rettung an die Mitarbeiter des Rettungsdienstes übergeben wurden. Parallel dazu wurde die Brandbekämpfung begonnen, Schläuche gelegt und Mitarbeiter unter ihren Atemschutzmasken beobachtet. Andreas Schneider, langjähriges Mitglied der Feuerwehr, beobachtete die Handlungen der jüngeren Kollegen im Inneren, gab ihnen Tipps bei der Legung der Schläuche im kaum sichtbaren Bereich.
Der Einsatzleiter der Stützpunktfeuerwehr, Valentin Herbst, alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Triebes noch zusätzlich, nachdem die Zeulenrodaer, Merkendorfer und Silberfelder Feuerwehrmitglieder bereits vor Ort waren.
Während der Einsatzübung kam die Meldung eines Waldbrandes
Um einen Waldbrand an der Weidatalsperre zu löschen, wurden die Mitglieder der Feuerwehren während der Einsatzübung in der Badewelt Waikiki in Zeulenroda alarmiert. Das war gegen 10.17 Uhr. Die Feuerwehrmitglieder aus Triebes, Hohenleuben, Merkendorf/Silberfeld und der Kreisbrandmeister sicherten diesen Einsatz ab.
Kreisbrandmeister beobachtete das Geschehen und dokumentierte
Christian Pfleil, Kreisbrandmeister des Landkreises Greiz, stand bis zur Alarmierung mit seinem Einsatzwagen unmittelbar am Einsatzort, beobachtete das Einsatzgeschehen und dokumentierte alles.
Theoretische und praktische Ausbildung
Bereits am Samstagmorgen, um fünf Uhr, fuhren scharenweise Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht auf den Rewe-Parkplatz in der Schopperstraße in Zeulenroda. Auch hier fand eine Einsatzübung im Rahmen der Wochenendschulung statt. Um 5.07 Uhr wurden sie alarmiert und um 5.18 Uhr fuhr eine Feuerwehr nach der anderen auf das Areal des Rewe-Marktes. Neben den Zeulenrodaer Feuerwehrmännern und ‑frauen, waren auch die Mitglieder der Wehren aus Merkendorf und Silberfeld im Einsatz. Ebenso Mitglieder der befreundeten Wehr aus Nyrany.
Bei dieser Übung wurde angenommen, dass im Lagerraum mehrere Regalteile umgefallen sind, ein Mitarbeiter darunter begraben wurde und sich weitere verletzte Personen auf dem fünf Meter hohen Außengerüst am Markt befanden, die geborgen werden mussten.
Am Freitagabend fand eine Übung in Bernsgrün auf dem Areal des städtischen Bauhofes statt. Wer glaubt, dass die Feuerwehrmitglieder danach eine entspannte Nachtruhe hatten, wurde eines Besseren belehrt. Um 1.36 Uhr wurden sie gerufen. Ein Rauchwarnmelder in einer nicht bewohnten Wohnung in der Goetheallee wurde ausgelöst. Somit war es eine kurze Nacht. Denn schon um fünf Uhr wurden die Zeulenrodaer wieder alarmiert. In der Firma Berkemann in Zeulenroda fand am Samstagnachmittag eine weitere Übung statt, wo die Aufgabe darin bestand, einen Brand im Kellerbereich zu löschen. Hier galt es, die Zusammenarbeit im Löscheinsatz der Wehren zu testen und zusätzlich vier vermissten Personen zu bergen.
Schulbank gedrückt zwischen Praxisübungen
Zwischen den Einsatzübungen drückten die Feuerwehrfrauen und ‑männer immer wieder die Schulbank und bekamen theoretisches Wissen vermittelt. Den Mitgliedern der Wehr möchte Christian Komorowski für die Einsatzbereitschaft danken. Ebenso spricht er den Unternehmern sowie der Stadt Zeulenroda-Triebes einen Dank für die unkomplizierte Bereitstellung ihrer Objekte aus.
Text: OTZ Zeulenroda
Bilder: FFW Zeulenroda-Triebes
Stationsausbildung
Um auch das praktische Wissen aufzufrischen und zu verbessern, wurde am Samstag Vormittag bis in die Nachmittagsstunden ein Stationsbetrieb durchgeführt. Hier wurde unteranderem folgende Themen geschult:
- Türnotöffnung
- Erste-Hilfeausbildung
- Leiterausbildung
- Drehleiterausbildung
- Anbauteile einer Drehleiter
- Fensterfräsen





















































































































