Dienstag, 10 Februar 2026
Not­ruf : 112

Brand in der Bade­welt Wai­ki­ki in Zeulenroda

Am Sonn­tag­mor­gen um 9.15 Uhr schrill­ten in Zeulenroda-Triebes die Sirenen

Als am Sonn­tag­mor­gen, um 9.15 Uhr, in Zeulenroda-Triebes die Sire­nen schrill­ten, stan­den alle Signa­le auf Rot. Vie­le Mel­dun­gen haben die Men­schen über Brän­de in den ver­gan­ge­nen Tagen gehört. In der Dop­pel­stadt aber konn­te Ent­war­nung gege­ben wer­den: Die Mit­glie­der der Stütz­punkt­wehr Zeulenroda wur­den inner­halb ihrer Wochen­end­schu­lung zur Abschluss­prü­fung geru­fen. Die fand in der Bade­welt Wai­ki­ki in Zeulenroda-Triebes statt.

Kei­ne zehn Minu­ten waren ver­gan­gen, als die ers­ten Signal­hör­ner der Weh­ren zu hören waren. Als die Fahr­zeu­ge dann den Weg zur Bade­welt Wai­ki­ki ein­schlu­gen, mach­ten sich wohl eben­so vie­le Bür­ger der Stadt wie auch die Feu­er­wehr­män­ner- und frau­en auf den Weg. Auf der Zufahrt zum Wai­ki­ki stau­ten sich dann auch die Fahr­zeu­ge, aller­dings nur die Ein­satz­wa­gen von der Feu­er­wehr und des DRK-Ret­tungs­diens­tes. Sie wur­den koor­di­niert und unter Lei­tung der Wehr­füh­rung der Stütz­punkt­wehr Zeulenroda um Wehr­füh­rer Chris­ti­an Komo­row­ski und der Ein­satz­lei­tung auf ihre Stell­plät­ze eingewiesen.

So stell­te sich schnell her­aus, dass es eine Übung war, die unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen durch­ge­führt wur­de: Im Kel­ler­be­reich des Frei­zeit- und Erleb­nis­ba­des Wai­ki­ki in Zeulenroda ist aus unbe­kann­ter Ursa­che ein Feu­er aus­ge­bro­chen. Die Kel­ler­räu­me sind stark ver­qualmt, man kann nichts mehr erken­nen. Vier Mit­ar­bei­ter des Bades konn­ten auf­grund der star­ken Ver­qual­mung den Kel­ler­be­reich nicht mehr ver­las­sen und es wird ange­nom­men, dass sie bewusst­los sind. Drei wei­te­re Mit­ar­bei­ter ste­hen unter Schock und lau­fen im Objekt des Tro­pen­ba­des herum.


Unter Atem­schutz ins Waikiki

Die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­weh­ren sicher­ten die Ein­satz­stel­le ab, unter Atem­schutz betra­ten sie das völ­lig ver­qualm­te Gebäu­de, such­ten nach den Ver­letz­ten, die bei Ret­tung an die Mit­ar­bei­ter des Ret­tungs­diens­tes über­ge­ben wur­den. Par­al­lel dazu wur­de die Brand­be­kämp­fung begon­nen, Schläu­che gelegt und Mit­ar­bei­ter unter ihren Atem­schutz­mas­ken beob­ach­tet. Andre­as Schnei­der, lang­jäh­ri­ges Mit­glied der Feu­er­wehr, beob­ach­te­te die Hand­lun­gen der jün­ge­ren Kol­le­gen im Inne­ren, gab ihnen Tipps bei der Legung der Schläu­che im kaum sicht­ba­ren Bereich.

Der Ein­satz­lei­ter der Stütz­punkt­feu­er­wehr, Valen­tin Herbst, alar­mier­te die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Triebes noch zusätz­lich, nach­dem die Zeu­len­ro­daer, Mer­ken­dor­fer und Sil­ber­fel­der Feu­er­wehr­mit­glie­der bereits vor Ort waren.

Wäh­rend der Ein­satz­übung kam die Mel­dung eines Waldbrandes

Um einen Wald­brand an der Wei­da­tal­sper­re zu löschen, wur­den die Mit­glie­der der Feu­er­weh­ren wäh­rend der Ein­satz­übung in der Bade­welt Wai­ki­ki in Zeulenroda alar­miert. Das war gegen 10.17 Uhr. Die Feu­er­wehr­mit­glie­der aus Triebes, Hohen­leu­ben, Merkendorf/Silberfeld und der Kreis­brand­meis­ter sicher­ten die­sen Ein­satz ab.

Kreis­brand­meis­ter beob­ach­te­te das Gesche­hen und dokumentierte

Chris­ti­an Pfleil, Kreis­brand­meis­ter des Land­krei­ses Greiz, stand bis zur Alar­mie­rung mit sei­nem Ein­satz­wa­gen unmit­tel­bar am Ein­satz­ort, beob­ach­te­te das Ein­satz­ge­sche­hen und doku­men­tier­te alles.

Theo­re­ti­sche und prak­ti­sche Ausbildung

Bereits am Sams­tag­mor­gen, um fünf Uhr, fuh­ren scha­ren­wei­se Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge mit Blau­licht auf den Rewe-Park­platz in der Schop­per­stra­ße in Zeulenroda. Auch hier fand eine Ein­satz­übung im Rah­men der Wochen­end­schu­lung statt. Um 5.07 Uhr wur­den sie alar­miert und um 5.18 Uhr fuhr eine Feu­er­wehr nach der ande­ren auf das Are­al des Rewe-Mark­tes. Neben den Zeu­len­ro­daer Feu­er­wehr­män­nern und ‑frau­en, waren auch die Mit­glie­der der Weh­ren aus Mer­ken­dorf und Sil­ber­feld im Ein­satz. Eben­so Mit­glie­der der befreun­de­ten Wehr aus Nyrany.

Bei die­ser Übung wur­de ange­nom­men, dass im Lager­raum meh­re­re Regal­tei­le umge­fal­len sind, ein Mit­ar­bei­ter dar­un­ter begra­ben wur­de und sich wei­te­re ver­letz­te Per­so­nen auf dem fünf Meter hohen Außen­ge­rüst am Markt befan­den, die gebor­gen wer­den mussten.

Am Frei­tag­abend fand eine Übung in Berns­grün auf dem Are­al des städ­ti­schen Bau­ho­fes statt. Wer glaubt, dass die Feu­er­wehr­mit­glie­der danach eine ent­spann­te Nacht­ru­he hat­ten, wur­de eines Bes­se­ren belehrt. Um 1.36 Uhr wur­den sie geru­fen. Ein Rauch­warn­mel­der in einer nicht bewohn­ten Woh­nung in der Goe­the­al­lee wur­de aus­ge­löst. Somit war es eine kur­ze Nacht. Denn schon um fünf Uhr wur­den die Zeu­len­ro­daer wie­der alar­miert. In der Fir­ma Ber­ke­mann in Zeulenroda fand am Sams­tag­nach­mit­tag eine wei­te­re Übung statt, wo die Auf­ga­be dar­in bestand, einen Brand im Kel­ler­be­reich zu löschen. Hier galt es, die Zusam­men­ar­beit im Lösch­ein­satz der Weh­ren zu tes­ten und zusätz­lich vier ver­miss­ten Per­so­nen zu bergen.

Schul­bank gedrückt zwi­schen Praxisübungen

Zwi­schen den Ein­satz­übun­gen drück­ten die Feu­er­wehr­frau­en und ‑män­ner immer wie­der die Schul­bank und beka­men theo­re­ti­sches Wis­sen ver­mit­telt. Den Mit­glie­dern der Wehr möch­te Chris­ti­an Komo­row­ski für die Ein­satz­be­reit­schaft dan­ken. Eben­so spricht er den Unter­neh­mern sowie der Stadt Zeulenroda-Triebes einen Dank für die unkom­pli­zier­te Bereit­stel­lung ihrer Objek­te aus.

Text: OTZ Zeulenroda
Bil­der: FFW Zeulenroda-Triebes

Sta­ti­ons­aus­bil­dung

Um auch das prak­ti­sche Wis­sen auf­zu­fri­schen und zu ver­bes­sern, wur­de am Sams­tag Vor­mit­tag bis in die Nach­mit­tags­stun­den ein Sta­ti­ons­be­trieb durch­ge­führt. Hier wur­de unter­and­e­rem fol­gen­de The­men geschult:

  • Tür­not­öff­nung
  • Ers­te-Hil­fe­aus­bil­dung
  • Lei­ter­aus­bil­dung
  • Dreh­lei­ter­aus­bil­dung
  • Anbau­tei­le einer Drehleiter
  • Fens­ter­frä­sen
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