Was passiert, wenn im Bio-Seehotel Zeulenroda ein Feuer ausbricht
Großübung der Feuerwehr mit 97 Einsatzkräften im Kreis Greiz. Zehn Jugendliche mussten gerettet werden.
Um 19.06 Uhr ging ein Alarm im Hotel los und kurze Zeit später konnte man auch schon die Sirenen hören. Zügig erschien ein Fahrzeug nach dem anderen am Einsatzort. Eine Großübung der Feuerwehr aus Zeulenroda und den umliegenden Dörfern fand am Donnerstagabend, 10. Juli, im Bio-Seehotel in Zeulenroda statt.
Stadtbrandmeister Steffen Jubold aus Zeulenroda-Triebes beaufsichtigte den Einsatz. Er erklärte: „Die Übung dient zum einen, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zu überprüfen. Mit dabei sind Einsatzkräfte aus Zeulenroda, Niederböhmersdorf, Triebes und Weißendorf. Zum anderen nutzt man sie zur Überprüfung der Brandmeldeanlage des Bio-Seehotels.“
Man habe dafür ein Szenario mit zwei Orten geschaffen. In der Tornadobar, die sich im Keller befindet, simulierte man einen Brand mit starker Rauchentwicklung. Dieser Rauch soll sich durch die Lüftungsanlage bis in die fünfte Etage ausgebreitet haben, was aber realistisch nicht möglich sei, wie Steffen Jubold mitteilte, da zuvor eine Abriegelung durch einen Mechanismus stattfinden würde.
Die Übung fand aber unter so realistischen Bedingungen wie möglich statt. So gab es simulierten Rauch durch eine Nebelmaschine und neben Puppen auch Statisten, gespielt von Kindern der Jugendfeuerwehr, die gerettet werden mussten. Mit der Drehleiter von der Wehr aus Zeulenroda holte man zehn Kinder vom Balkon des Hotels. In der Tornadobar wurden Puppen und Kinder erst im dichten „Rauch“ gesucht und dann gerettet. Mit entsprechender Ausrüstung stellten sich die Einsatzkräfte den Herausforderungen.
Überall auf dem Gelände des Hotels standen 14 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Gegen 20.30 Uhr war die Übung vorbei und Steffen Jubold zog ein positives Ergebnis bei der Auswertung. Am Ende seien 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 47 von der Jugendfeuerwehr beteiligt gewesen, wie er mitteilte. Die Kommunikation untereinander sei sehr gut gewesen.
„Es hat sich aber herausgestellt, dass bei einer solchen großen Angelegenheit mehr Wehren aus der Umgebung benötigt werden.“ Die Brandmeldeanlage des Hotels habe gut funktioniert und ebenso auch der Funk, so Steffen Jubold weiter. Deutlich wurde bei der Auswertung, dass Übungen an verschiedenen Einsatzobjekten und Einsatzlagen immer wieder zeigen, wo man bei der Aus- und Fortbildung anknüpfen muss. Gemeinsam ließen alle den Tag und die Übung im Biergarten des Bio-Seehotels ausklingen.
OTZ/14.07.2025



























































