Dienstag, 10 Februar 2026
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24-Stun­den-Schicht der Jugend­feu­er­wehr Pöll­witz & Arnsgrün

Von Frei­tag, 05. Sep­tem­ber bis Sams­tag, 06. Sep­tem­ber 2025 gestal­te­ten die Jugend­feu­er­weh­ren Arns­grün und Pöll­witz ihre ers­te eige­ne 24-Stunden-Schicht.

Der Nach­wuchs soll­te erle­ben, wie sich 24 Stun­den in einer Berufs­feu­er­wehr anfüh­len, so das Kon­zept der orga­ni­sie­ren­den Aus­bil­der. Dienst­be­ginn in den bei­den Wachen Pöll­witz und Arns­grün war am Frei­tag­abend um 17:00 Uhr. Zunächst hieß es für die jun­gen “Ein­satz­kräf­te” erst­mal Quar­tier bezie­hen, Nacht­la­ger ein­rich­ten und im Anschluss die Ein­satz­fahr­zeu­ge zu über­neh­men. Nach dem aus­gie­bi­gen Check der Ein­satz­mit­tel und der Ver­tei­lung der Dienst­funk­tio­nen wur­den, ganz im Stil einer Berufs­feu­er­wehr, die Funk­ge­rä­te und Alarm­pa­ger an die Kids aus­ge­teilt. Somit war alles bereit und die Span­nung stieg, wann der ers­te Ein­satz anste­hen wür­de.
Doch zunächst tra­fen sich bei­de Jugend­ab­tei­lun­gen in Pöll­witz zum gemein­sa­men Abend­essen. Nach der lecke­ren Piz­za stand eine kur­ze Aus­bil­dungs­ein­heit auf dem Dienst­plan. Cars­ten Fröb von der FFw Berns­grün refe­rier­te über die Beson­der­hei­ten eines Fett­bran­des und demons­trier­te sehr anschau­lich, was bei einem Lösch­ver­such mit Was­ser alles pas­sie­ren kann.

20:32 Uhr: Ein­satz 1 — “Ver­miss­te Per­son im Wald“
Zum ers­ten Ein­satz ging es noch am Abend für bei­de Wachen. Im Wald­ge­biet zwi­schen Arns­grün (Tro­cken­werk) und Büna hat­ten sich zwei Pilz­su­chen­de ver­irrt und waren bei Ein­bruch der Dun­kel­heit noch nicht zurück­ge­kehrt. Um das gro­ße
Wald­stück abzu­su­chen zu kön­nen, wur­de zuerst die ASB Ret­tungs­hun­de­staf­fel Ost­thü­rin­gen nach­alar­miert sowie der Bereit­stel­lungs­raum und die Wald­kan­te aus­ge­leuch­tet. Ein Such­hund unter­stütz­te die Jugend­feu­er­weh­ren und stö­ber­te in
kür­zes­ter Zeit den ers­ten Ver­miss­ten auf, dazu muss­te auch der Stra­ßen­ver­kehr zum Schutz des Hun­des abge­si­chert wer­den. Nach der Erst­ver­sor­gung und dem Abtrans­port mit einer Tra­ge wur­de die zwei­te Ver­miss­te mit einer Men­schen­ket­te
auch noch gefun­den. Kurz nach 22:00 Uhr war der Ein­satz been­det und bei­de Wach­ab­tei­lun­gen bega­ben sich zurück zu ihren Stand­or­ten, in der Hoff­nung auf eine ruh­sa­me Nacht.

6:28 Uhr: Ein­satz 2 für die Wache Arns­grün — “Brand Müll­ton­ne“
6:33 Uhr: Ein­satz 2 für die Wache Pöll­witz — “Baum auf Stra­ße“
Klei­ne­re Ein­sät­ze wer­den auch im All­tag einer Berufs­feu­er­wehr von ein­zel­nen Wachen oder ein­zel­nen Fahr­zeu­ge selb­stän­dig erle­digt. So wur­den am Mor­gen bei­de Abtei­lun­gen zei­tig aus ihren Bet­ten alar­miert, um einen Müll­ton­nen­brand bzw. einen umge­stürz­ten Baum abzu­ar­bei­ten.
Nach dem Ein­satz zur frü­hen Mor­gen­stun­de waren natür­lich alle hung­rig. So tra­fen sich die bei­den Abtei­lun­gen im Gerä­te­haus Arns­grün, wo zwei Mit­glie­der des Feu­er­wehr­ver­eins schon das Früh­stück für alle vor­be­rei­tet hatten.

Nach der not­wen­di­gen Stär­kung und dem Team­buil­du­ing-Spiel “Leo­nar­do-Brü­cke” stand am Sams­tag­vor­mit­tag ein Aus­bil­dungs­pro­gramm auf dem Dienst­plan. In den Sta­tio­nen am und im Gerä­te­haus Arns­grün wur­den die The­men “Was­ser­ent­nah­me
aus offe­nen Gewäs­sern” sowie “Atem­schutz­ein­satz” und “Strahl­rohr­trai­ning” prak­tisch geübt.

Zum Mit­tag­essen ver­sorg­te das Gäs­te­haus SELBSTGEMACHT in Arns­grün die Flo­ri­ans­jün­ger mit der klas­si­schen Mahl­zeit “Nudeln mit Feu­er­wehr­so­ße”. Der nächs­te Ein­satz ließ nicht lan­ge auf sich warten…

13:01 Uhr: Ein­satz 3 — “Brand im Sport­ler­heim mit ver­miss­ter Per­son“
Im Sport­ler­heim Pöll­witz “Mücke” war ein Brand aus­ge­bro­chen und im stark ver­rauch­ten Gebäu­de wur­de zusätz­lich eine Per­son ver­misst. Par­al­lel wur­den zwei Lösch­an­grif­fe auf­ge­baut und ein Teil der Nach­wuchs­kräf­te rüs­te­te sich mit ihren
Press­luft­at­mer-Attrap­pen aus. Der Brand konn­te erfolg­reich gelöscht und die “Per­son” geret­tet werden!

Für eine kur­ze Ver­schnauf­pau­se sorg­te der Feu­er­wehr­ver­ein Pöll­witz und hat­te für das Kaf­fee­trin­ken schon Kuchen und Kakao vor­be­rei­tet. Doch die Pau­se war wirk­lich kurz…

15:36 Uhr: Ein­satz 4 — “Ver­kehrs­un­fall mit meh­re­ren Ver­letz­ten“
Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Dobia hat­te ein Ein­satz­sze­na­rio vor­be­rei­tet, bei dem zum Abschluss der Schicht noch­mal alle kräf­tig ins Schwit­zen gerie­ten. Beim dar­ge­stell­ten Ver­kehrs­un­fall waren ein PKW, ein Bug­gy mit Anhän­ger und ein Moped betei­ligt. Ins­ge­samt sechs Ver­letz­te waren an der Unfall­stel­le zu ver­sor­gen. Hier­für kam ein KTW des Johan­ni­ter Kata­stro­phen­schutz-Ein­satz­zu­ges Plau­en zur Unter­stüt­zung der Jugend­feu­er­weh­ren zum Ein­satz. Eine Ver­letz­ten-Sam­mel­stel­le
wur­de errich­tet, die Stra­ßen rund­um abge­sperrt, der Brand­schutz sicher­ge­stellt, aus­lau­fen­de Betriebs­stof­fe gebun­den und alle Ver­letz­ten geret­tet und an die Sani­tä­ter übergeben.

Nach dem letz­ten Ein­satz wur­de die 24-Stun­den-Schicht kurz aus­ge­wer­tet und dann ging es pünkt­lich 17:00 Uhr end­lich für die Nach­wuchs­kräf­te nach Hau­se. Die Kin­der und Jugend­li­chen haben in den 24 Stun­den eine Men­ge erlebt und nun rich­tig viel
zuhau­se und bei ihren Freun­den zu erzählen!

Die Jugend­feu­er­weh­ren Arns­grün und Pöll­witz bedan­ken sich bei den zahl­rei­chen frei­wil­li­gen Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zern, ohne die ein sol­ches Pro­jekt nicht zu orga­ni­sie­ren wäre.

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