Notfall auf der Talsperre Zeulenroda – Einsatzübung der Feuerwehr Zeulenroda
Berichte, Berichte der Tauchergruppe
„Eingebrochener Schlittschuhfahrer, schreit um Hilfe“ hieß es in der Alarmnachricht für die Zeulenrodaer Kameradinnen und Kameraden am Freitag, den 06.02.2026. Innerhalb weniger Minuten trafen die ersten Einsatzkräfte am Badestrand vor der Seestern-Panorama-Bühne ein. Bis zu diesem Zeitpunkt gingen alle noch von einem Ernstfall aus. Eine erste „Beruhigung“ war zu spüren, als die Feuerwehrleute die Übungsbeobachter sahen. Dennoch wurde der Einsatz unter höchster Konzentration und einer guten Portion Adrenalin durchgeführt. Ausgerüstet mit einem sogenannten Überlebensanzug begab sich der erste Taucher auf das ca. 10cm dicke Eis. Bereits 21 Minuten nach der Alarmierung konnte die eingebrochene Person durch die Tauchergruppe Zeulenroda gerettet werden. Die Kameraden der Feuerwehr beleuchteten, währenddessen die Einsatzstelle mit sämtlichen Scheinwerfern, die zur Verfügung standen. „Eine solche Einsatzlage erstreckt sich meist über eine größere Fläche, welche bestmöglich ausgeleuchtet werden muss“, so Wehrführer Christian Komorowski. Zusätzlich unterstützten die Kameraden die Taucher bei diversen Vorbereitungen für einen Tauchgang sowie bei der medizinischen Erstversorgung des Verunglückten.
Bei einem zügig eingeleiteten Tauchgang wurde nach einer zweiten vermissten Person gesucht. Innerhalb von 15 Minuten konnte bei eisiger Kälte, völliger Dunkelheit und ca. 1 Meter Sichtweite unter Wasser und Eis ein Durchmesser von 16–20m um die zweite Einbruchsstelle abgesucht werden. Das Tauchen unter Eis stellt eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Tauchergruppe dar und wurde mit großer Zufriedenheit der Übungsbeobachter gemeistert.
Nach rund zweieinhalb Stunden konnte die Übung beendet werden und die beteiligten Einsatzkräfte konnten sich wieder aufwärmen.
Diese Übung konnte nur stattfinden, weil die Wetterbedingungen zu diesem Zeitpunkt geeignet waren und das Eis zuvor geprüft und für die Übung offiziell freigegeben war. Die Feuerwehr Zeulenroda appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, das Betreten von Eisflächen zu unterlassen. Sie gefährden nicht allein ihr eigenes Leben, sondern auch das der Einsatzkräfte. Das Eis kann an unterschiedlichen Stellen diverse Bedingungen aufweisen.
Christian Komorowski betont: „Alle Einsatzkräfte sollen gesund und unbeschadet von jedem Einsatz zurückkehren.“
Ein großes Dankeschön gilt allen Einsatzkräften.
Leon Tittel/FW-Zeulenroda


















































