Samstag, 16 Mai 2026
Not­ruf : 112

Brand auf Recy­cling­hof in Zeulenroda: Ket­ten­bag­ger soll Glut­nes­ter freilegen

Auf einem Recy­cling­hof in Zeulenroda-Triebes bren­nen seit Mitt­woch­abend meh­re­re Tau­send Qua­drat­me­ter Müll. Ein Spe­zi­al­team unter­sucht, ob Schad­stof­fe frei­ge­setzt wur­den. Anwoh­ner sol­len Fens­ter und Türen geschlos­sen halten.

Auf einem Recy­cling­hof in Zeulenroda-Triebes im Land­kreis Greiz bekämp­fen seit Mitt­woch­abend mehr als 100 Feu­er­wehr­leu­te einen Groß­brand auf zwei Müllhaufen.

Wie ein Spre­cher der Ret­tungs­leit­stel­le am Don­ners­tag sag­te, sind mitt­ler­wei­le 16 Feu­er­weh­ren aus dem Land­kreis Greiz im Ein­satz. Wei­te­re Feu­er­weh­ren wur­den ange­for­dert. Der Recy­cling­hof befin­det sich im Nord­os­ten der Stadt Zeulenroda in der Industriestraße.

Lösch­ar­bei­ten dau­ern wei­ter an

Feu­er­wehr und Tech­ni­sches Hilfs­werk ver­su­chen unter ande­rem mit Bag­gern, den Müll aus­ein­an­der­zu­zie­hen, um die Flam­men gezielt zu bekämp­fen. Auch ein Ket­ten­bag­ger wur­de ange­for­dert, um Glut­nes­ter freizulegen.

Die Lösch­ar­bei­ten wer­den sich vor­aus­sicht­lich noch über den gesam­ten Don­ners­tag hin­zie­hen. Ein Ende sei der­zeit noch nicht abseh­bar, heißt es. Meh­re­re Kilo­me­ter Lösch­schlauch wur­den verlegt.

Meh­re­re Tau­send Qua­drat­me­ter Müll in Flammen

Es kommt nach wie vor zu einer star­ken Rauch­ent­wick­lung. Nach Infor­ma­tio­nen von MDR THÜRINGEN bren­nen rund 3.000 Qua­drat­me­ter Deponiefläche.

Laut Zen­tra­ler Leit­stel­le Gera han­delt es sich “um einen Rie­sen­hau­fen Haus­müll”. Dar­in sol­len sich auch Metall­tei­le befin­den. Immer wie­der sei es zu klei­ne­ren Explo­sio­nen im bren­nen­den Müll gekommen.

Im Rauch auch gesund­heits­schä­di­gen­de Stoffe?

Wegen der star­ken Rauch­ent­wick­lung wur­den Anwoh­ner über die Warn-App Nina auf­ge­for­dert, Fens­ter und Türen geschlos­sen zu hal­ten. Noch ist unklar, wel­che Stof­fe dort bren­nen — Schad­stof­fe wur­den den Anga­ben nach aber nicht frei­ge­setzt. Ein Spe­zi­al­team unter­sucht das der­zeit noch.

Update um 07:29 Uhr:

⚠️ Guten Mor­gen! Die War­nun­gen bestehen wei­ter­hin und sind auf wei­te­re Gebie­te ange­passt wor­den (sie­he oben, Lage­kar­te der NINA-Warn­App von 7.29 Uhr). Bit­te beach­ten Sie wei­ter die Empfehlungen! ⚠️

Das war pas­siert: Ges­tern Abend, um 17.38 Uhr, wur­de die Feu­er­wehr Zeulenroda zu einen Brand auf einem Recy­cling­hof alar­miert. Schon auf der Anfahrt zum Ein­satz­ort war die schwar­ze Rauch­wol­ke zu sehen. Umge­hend wur­de das Ein­satz­stich­wort auf “Brand groß” erhöht, um wei­te­re Kräf­te zu alar­mie­ren. Auf einer Flä­che von ca. 3000 Qua­drat­me­tern bren­nen Haus­müll und Kunst­stoff­res­te. Auf­grund der Rauch­ent­wick­lung wur­den die betrof­fe­nen Berei­che mit Mess­fahr­zeu­gen kon­trol­liert, es konn­ten kei­ne für den Men­schen schäd­li­che Grenz­wer­te von Schad­stof­fen fest­ge­stellt wer­den. Vie­le Feu­er­weh­ren des Land­krei­ses Greiz wur­den her­an­ge­führt, um den Ein­satz zu unter­stüt­zen. Die Berufs­feu­er­weh­ren Gera und Plau­en unter­stüt­zen mit Atem­schutz­tech­nik, das Tech­ni­sche Hilfs­werk mit Beleuch­tungs­tech­nik und Kraft­stoff­ver­sor­gung. Die Schnell­ein­satz­grup­pe (SEG) “Ver­sor­gung” unter­stützt bei der Ver­sor­gung der Ein­satz­kräf­te. Es waren bis ca. 6.00 Uhr rund 110 Ein­satz­kräf­te im Ein­satz. Im Lau­fe des Tages sol­len die Ein­satz­kräf­te redu­ziert werden.

Update um 15:15 Uhr:

Die War­nung bleibt wei­ter bestehen. Eine Was­ser- und Rauch­pro­be ist zur Ana­ly­se nach Leip­zig gebracht wor­den, um her­aus­zu­stel­len, ob sich im Brand­rauch oder Lösch­was­ser even­tu­ell Gift­stof­fe befin­den. Die über 3000 Qua­drat­me­ter gro­ße Brand­stel­le wird aktu­ell mit Bag­gern aus­ein­an­der­ge­zo­gen, was zur Erhö­hung der Rauch­be­läs­ti­gung ins­be­son­de­re in der Orts­la­ge Zeulenroda führt. Vor ca. 3 Stun­den hat­te die Zeulenroda-Trie­bes­er Bür­ger­meis­te­rin ent­schie­den, dass die Schu­len und Kin­der­ta­ges­stät­ten nach eige­nem Ermes­sen schlie­ßen kön­nen. Der Land­kreis Greiz hat das­sel­be für die Schu­len in sei­ner Trä­ger­schaft im betrof­fe­nen Gebiet ver­fügt. Auch die Fir­men im direk­ten Umfeld des Brand­ge­sche­hens sind geschlos­sen. Die Ein­satz­lei­tung rech­net, dass die Lösch­ar­bei­ten noch bis min­des­tens mor­gen früh andau­ern. Über das Thü­rin­ger Lan­des­ver­wal­tungs­amt ist zudem der Lösch­zug Was­ser aus dem Saa­le-Orla-Kreis ange­for­dert wor­den, der die Ein­satz­kräf­te vor Ort unter­stüt­zen soll.

ℹ️ Blei­ben Sie vor- und umsich­tig und fol­gen wei­ter den Emp­feh­lun­gen für das betrof­fe­ne Gebiet:
- Fens­ter und Türen geschlos­sen hal­ten
- Lüf­tungs­an­la­gen aus­ge­schal­tet las­sen
- nicht unnö­tig im Frei­en aufhalten

Update um 20:00 Uhr:
 
Groß­brand in Zeulenroda: Das ist bis­her bekannt
 
Zeulenroda. Auf einem Recy­cling­hof in Zeulenroda ist am Mitt­woch, 18. März, ein Groß­brand aus­ge­bro­chen. Die Lösch­ar­bei­ten dau­ern auch am Don­ners­tag an. Das sagen Feu­er­wehr und Polizei.
Gegen 18 Uhr ist am Mitt­woch, 18. März, auf einem Recy­cling­hof in Zeulenroda im Gewer­be­ge­biet Ost, unweit des Bau­er­feind­turms, ein Feu­er aus­ge­bro­chen. Auch am Don­ners­tag sind Feu­er­wehr und Poli­zei wei­ter­hin in der Indus­trie­stra­ße im Ein­satz, um den Groß­brand zu löschen. Das ist zum aktu­el­len Zeit­punkt bekannt!
 
„Wir haben die Infor­ma­ti­on zu einem Brand der Anla­ge erhal­ten und schon auf dem Hin­weg eine hohe schwar­ze Rauch­wol­ke aus­ma­chen kön­nen“, so der Ein­satz­lei­ter und Stadt­brand­meis­ter aus Zeulenroda, Stef­fen Jubold.
„Es haben zwei Müll­hau­fen gebrannt, bei­de acht Meter hoch, der ers­te 100 Meter und der zwei­te 80 Meter lang. Wir haben schnell wei­te­re Feu­er­weh­ren alar­miert. Ins­ge­samt waren etwa 100 Ein­satz­kräf­te in der Nacht vor Ort“, sagt der Ein­satz­lei­ter. Dazu zäh­len die gan­ze Stadt­feu­er­wehr, vie­le Feu­er­weh­ren aus dem Land­kreis Greiz, die Berufs­feu­er­weh­ren Gera und Plau­en und die SEG aus Greiz.
Wir füh­ren Mes­sun­gen durch. Der Rauch ist nicht gesund­heits­ge­fähr­dend, er legt sich aber trotz­dem auf die Lunge.
 
Die Lösch­ar­bei­ten dau­ern auch am Don­ners­tag in Zeulenroda an
 
„Die Hau­fen brann­ten inner­lich und äußer­lich. Dabei ent­ste­hen viel Wär­me und Rauch. Das macht es schwie­rig, zu löschen“, so Jubold. Auch am frü­hen Nach­mit­tag des Don­ners­tags, 19. März, dau­ern die Lösch­ar­bei­ten mit 70 Ein­satz­kräf­ten wei­ter an. Exter­ne Fir­men sei­en mit Bag­gern im Ein­satz, um die Hau­fen aus­ein­an­der­zu­neh­men, damit der Groß­brand gelöscht wer­den könne.
Eine War­nung der Zen­tra­len Leit­stel­le in Gera, Türen und Fens­ter geschlos­sen zu hal­ten und den Bereich zu mei­den, gel­te wei­ter­hin. Die Feu­er­wehr habe am 19. März außer­dem emp­foh­len, Kin­der aus Kitas und Schu­len abzu­ho­len, da nicht gewähr­leis­tet wer­den kann, dass sich der Rauch nicht in den dor­ti­gen Auf­ent­halts­räu­men aus­brei­te. „Wir füh­ren Mes­sun­gen durch. Der Rauch ist nicht gesund­heits­ge­fähr­dend, er legt sich aber trotz­dem auf die Lun­ge“, sagt Stef­fen Jubold, der im Gespräch selbst mehr­fach hus­ten muss.
 
Vor Ort sind Brand­pro­ben genom­men worden
 
Zur Ursa­che des Bran­des kön­ne der­zeit nichts gesagt wer­den, so Dani­el Lenk von der Pres­se­stel­le der Lan­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Gera. „Es sind Brand­pro­ben genom­men wor­den, die vom LKA [Lan­des­kri­mi­nal­amt – Anmer­kung der Redak­ti­on] geprüft wer­den müs­sen. Wir sind auch mit einer Droh­ne vor Ort“, so der Poli­zei­spre­cher. Im Vor­der­grund ste­he der­zeit noch, den Brand zu löschen. Die Poli­zei habe die Schwer­last­trans­por­te durch die Stadt koor­di­niert, damit die Bag­ger schnell am Ort des Gesche­hens ange­kom­men sind, und mit Laut­spre­cher­wä­gen die Men­schen vor Ort informiert.
 
OTZ/19.03.2026
 
Update 22:30 Uhr
💦 Aus­wir­kun­gen des Bran­des auf Gewässer 💦
Laut Infor­ma­ti­on der unte­ren Was­ser­be­hör­de des Land­krei­ses kann es auf­grund des Groß­bran­des in Zeulenroda-Triebes zu Ver­un­rei­ni­gun­gen der Gewäs­ser Triebes und Wei­da sowie im wei­te­ren Ver­lauf der Wei­ßen Els­ter kom­men. Gemein­ge­brauch und Gewäs­ser­be­nut­zun­gen kön­nen dadurch beein­träch­tigt wer­den. Mor­gen wer­den wei­te­re Bepro­bun­gen erfolgen.
 
Update 08:58 Uhr
*+++ Update zum Brand der Recy­cling­an­la­ge in Zeulenroda +++*
Die War­nung besteht wei­ter­hin, aller­dings konn­te die Brand­gas-Gefah­ren­zo­ne mini­miert wer­den. Eine ange­pass­te Kar­te erging um 7.08 u.a. über die NINA-App. Laut Kreis­brand­in­spek­tor hat sich die Ein­satz­lei­tung heu­te Nacht dazu ent­schie­den, einen Schwer­schaum­tep­pich auf den Brand­herd bzw. die Glut­nes­ter zu legen. Das habe Wir­kung gezeigt, sodass der Schaum­auf­trag gegen 5 Uhr erneut erfolg­te. Damit wird die Rauch­aus­brei­tung ein­ge­dämmt und der Brand­herd qua­si erstickt.
Das betrof­fe­ne Unter­neh­men wur­de beauf­lagt, mehr Räum­tech­nik zu orga­ni­sie­ren, sodass ein geziel­te­res Auf­ar­bei­ten des Recy­cling­ber­ges statt­fin­den und die­ser nach und nach umge­wälzt wer­den kann.
ℹ️ Auf­grund zahl­rei­cher Nach­fra­gen stellt das Land­rats­amt Greiz klar, dass die seit Mitt­woch bren­nen­de Anla­ge in Zeulenroda-Triebes weder im Eigen­tum des Land­krei­ses Greiz noch sei­ner Ent­sor­gungs­ge­sell­schaft (“Umwelt” Ent­sor­gungs- und Stra­ßen­ser­vice GmbH) steht und auch nicht vom Abfall­wirt­schafts­zweck­ver­band Ost­thü­rin­gen betrie­ben wird. Zwi­schen der betrof­fe­nen Anla­ge und der vom Land­kreis getra­ge­nen Umwelt GmbH besteht kei­ner­lei Zusammenhang.
Das Land­rats­amt dankt allen, über­wie­gend ehren­amt­li­chen, Ein­satz­kräf­ten für ihren enga­gier­ten Ein­satz zur Brand­be­kämp­fung und zur Begren­zung der Aus­wir­kun­gen auf Bevöl­ke­rung und Wirt­schaft. Zugleich wer­den mög­li­che Maß­nah­men gegen­über dem Betrei­ber der betrof­fe­nen Anla­ge geprüft.
 
Update um 11:20 Uhr
*+++ Update zum Brand der Recy­cling­an­la­ge in Zeulenroda +++*
Die War­nung ist auf­ge­ho­ben. Für die Bewoh­ner im betrof­fe­nen Gebiet besteht kei­ne Gefahr mehr durch Brand­ga­se. (Quel­le: NINA-App)
Der Ein­satz am Brand­ort dau­ert an. Es wer­den Rest­lösch­ar­bei­ten durch­ge­führt. Eben­so aktiv bleibt zunächst die Warn­mel­dung der unte­ren Was­ser­be­hör­de des Land­krei­ses. Seit 9.45 Uhr wird das mut­maß­lich kon­ta­mi­nier­te Lösch­was­ser durch eine Fach­fir­ma kon­ti­nu­ier­lich abge­pumpt und auf­ge­fan­gen. Es gibt somit kei­nen Aus­tritt mehr des Lösch­was­sers in die Umwelt.
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