Löscharbeiten dauern weiter an
Feuerwehr und Technisches Hilfswerk versuchen unter anderem mit Baggern, den Müll auseinanderzuziehen, um die Flammen gezielt zu bekämpfen. Auch ein Kettenbagger wurde angefordert, um Glutnester freizulegen.
Die Löscharbeiten werden sich voraussichtlich noch über den gesamten Donnerstag hinziehen. Ein Ende sei derzeit noch nicht absehbar, heißt es. Mehrere Kilometer Löschschlauch wurden verlegt.
Mehrere Tausend Quadratmeter Müll in Flammen
Es kommt nach wie vor zu einer starken Rauchentwicklung. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN brennen rund 3.000 Quadratmeter Deponiefläche.
Laut Zentraler Leitstelle Gera handelt es sich “um einen Riesenhaufen Hausmüll”. Darin sollen sich auch Metallteile befinden. Immer wieder sei es zu kleineren Explosionen im brennenden Müll gekommen.
Im Rauch auch gesundheitsschädigende Stoffe?
Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner über die Warn-App Nina aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Noch ist unklar, welche Stoffe dort brennen — Schadstoffe wurden den Angaben nach aber nicht freigesetzt. Ein Spezialteam untersucht das derzeit noch.
Update um 07:29 Uhr:
Guten Morgen! Die Warnungen bestehen weiterhin und sind auf weitere Gebiete angepasst worden (siehe oben, Lagekarte der NINA-WarnApp von 7.29 Uhr). Bitte beachten Sie weiter die Empfehlungen! 
Das war passiert: Gestern Abend, um 17.38 Uhr, wurde die Feuerwehr Zeulenroda zu einen Brand auf einem Recyclinghof alarmiert. Schon auf der Anfahrt zum Einsatzort war die schwarze Rauchwolke zu sehen. Umgehend wurde das Einsatzstichwort auf “Brand groß” erhöht, um weitere Kräfte zu alarmieren. Auf einer Fläche von ca. 3000 Quadratmetern brennen Hausmüll und Kunststoffreste. Aufgrund der Rauchentwicklung wurden die betroffenen Bereiche mit Messfahrzeugen kontrolliert, es konnten keine für den Menschen schädliche Grenzwerte von Schadstoffen festgestellt werden. Viele Feuerwehren des Landkreises Greiz wurden herangeführt, um den Einsatz zu unterstützen. Die Berufsfeuerwehren Gera und Plauen unterstützen mit Atemschutztechnik, das Technische Hilfswerk mit Beleuchtungstechnik und Kraftstoffversorgung. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) “Versorgung” unterstützt bei der Versorgung der Einsatzkräfte. Es waren bis ca. 6.00 Uhr rund 110 Einsatzkräfte im Einsatz. Im Laufe des Tages sollen die Einsatzkräfte reduziert werden.
Update um 15:15 Uhr:
Die Warnung bleibt weiter bestehen. Eine Wasser- und Rauchprobe ist zur Analyse nach Leipzig gebracht worden, um herauszustellen, ob sich im Brandrauch oder Löschwasser eventuell Giftstoffe befinden. Die über 3000 Quadratmeter große Brandstelle wird aktuell mit Baggern auseinandergezogen, was zur Erhöhung der Rauchbelästigung insbesondere in der Ortslage Zeulenroda führt. Vor ca. 3 Stunden hatte die Zeulenroda-Triebeser Bürgermeisterin entschieden, dass die Schulen und Kindertagesstätten nach eigenem Ermessen schließen können. Der Landkreis Greiz hat dasselbe für die Schulen in seiner Trägerschaft im betroffenen Gebiet verfügt. Auch die Firmen im direkten Umfeld des Brandgeschehens sind geschlossen. Die Einsatzleitung rechnet, dass die Löscharbeiten noch bis mindestens morgen früh andauern. Über das Thüringer Landesverwaltungsamt ist zudem der Löschzug Wasser aus dem Saale-Orla-Kreis angefordert worden, der die Einsatzkräfte vor Ort unterstützen soll.
Bleiben Sie vor- und umsichtig und folgen weiter den Empfehlungen für das betroffene Gebiet:
- Fenster und Türen geschlossen halten
- Lüftungsanlagen ausgeschaltet lassen
- nicht unnötig im Freien aufhalten
Großbrand in Zeulenroda: Das ist bisher bekannt
Zeulenroda. Auf einem Recyclinghof in Zeulenroda ist am Mittwoch, 18. März, ein Großbrand ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauern auch am Donnerstag an. Das sagen Feuerwehr und Polizei.
Gegen 18 Uhr ist am Mittwoch, 18. März, auf einem Recyclinghof in Zeulenroda im Gewerbegebiet Ost, unweit des Bauerfeindturms, ein Feuer ausgebrochen. Auch am Donnerstag sind Feuerwehr und Polizei weiterhin in der Industriestraße im Einsatz, um den Großbrand zu löschen. Das ist zum aktuellen Zeitpunkt bekannt!
„Wir haben die Information zu einem Brand der Anlage erhalten und schon auf dem Hinweg eine hohe schwarze Rauchwolke ausmachen können“, so der Einsatzleiter und Stadtbrandmeister aus Zeulenroda, Steffen Jubold.
„Es haben zwei Müllhaufen gebrannt, beide acht Meter hoch, der erste 100 Meter und der zweite 80 Meter lang. Wir haben schnell weitere Feuerwehren alarmiert. Insgesamt waren etwa 100 Einsatzkräfte in der Nacht vor Ort“, sagt der Einsatzleiter. Dazu zählen die ganze Stadtfeuerwehr, viele Feuerwehren aus dem Landkreis Greiz, die Berufsfeuerwehren Gera und Plauen und die SEG aus Greiz.
Wir führen Messungen durch. Der Rauch ist nicht gesundheitsgefährdend, er legt sich aber trotzdem auf die Lunge.
Die Löscharbeiten dauern auch am Donnerstag in Zeulenroda an
„Die Haufen brannten innerlich und äußerlich. Dabei entstehen viel Wärme und Rauch. Das macht es schwierig, zu löschen“, so Jubold. Auch am frühen Nachmittag des Donnerstags, 19. März, dauern die Löscharbeiten mit 70 Einsatzkräften weiter an. Externe Firmen seien mit Baggern im Einsatz, um die Haufen auseinanderzunehmen, damit der Großbrand gelöscht werden könne.
Eine Warnung der Zentralen Leitstelle in Gera, Türen und Fenster geschlossen zu halten und den Bereich zu meiden, gelte weiterhin. Die Feuerwehr habe am 19. März außerdem empfohlen, Kinder aus Kitas und Schulen abzuholen, da nicht gewährleistet werden kann, dass sich der Rauch nicht in den dortigen Aufenthaltsräumen ausbreite. „Wir führen Messungen durch. Der Rauch ist nicht gesundheitsgefährdend, er legt sich aber trotzdem auf die Lunge“, sagt Steffen Jubold, der im Gespräch selbst mehrfach husten muss.
Vor Ort sind Brandproben genommen worden
Zur Ursache des Brandes könne derzeit nichts gesagt werden, so Daniel Lenk von der Pressestelle der Landespolizeiinspektion Gera. „Es sind Brandproben genommen worden, die vom LKA [Landeskriminalamt – Anmerkung der Redaktion] geprüft werden müssen. Wir sind auch mit einer Drohne vor Ort“, so der Polizeisprecher. Im Vordergrund stehe derzeit noch, den Brand zu löschen. Die Polizei habe die Schwerlasttransporte durch die Stadt koordiniert, damit die Bagger schnell am Ort des Geschehens angekommen sind, und mit Lautsprecherwägen die Menschen vor Ort informiert.

Auswirkungen des Brandes auf Gewässer

Laut Information der unteren Wasserbehörde des Landkreises kann es aufgrund des Großbrandes in Zeulenroda-Triebes zu Verunreinigungen der Gewässer Triebes und Weida sowie im weiteren Verlauf der Weißen Elster kommen. Gemeingebrauch und Gewässerbenutzungen können dadurch beeinträchtigt werden. Morgen werden weitere Beprobungen erfolgen.
*+++ Update zum Brand der Recyclinganlage in Zeulenroda +++*
Die Warnung besteht weiterhin, allerdings konnte die Brandgas-Gefahrenzone minimiert werden. Eine angepasste Karte erging um 7.08 u.a. über die NINA-App. Laut Kreisbrandinspektor hat sich die Einsatzleitung heute Nacht dazu entschieden, einen Schwerschaumteppich auf den Brandherd bzw. die Glutnester zu legen. Das habe Wirkung gezeigt, sodass der Schaumauftrag gegen 5 Uhr erneut erfolgte. Damit wird die Rauchausbreitung eingedämmt und der Brandherd quasi erstickt.
Das betroffene Unternehmen wurde beauflagt, mehr Räumtechnik zu organisieren, sodass ein gezielteres Aufarbeiten des Recyclingberges stattfinden und dieser nach und nach umgewälzt werden kann.

Aufgrund zahlreicher Nachfragen stellt das Landratsamt Greiz klar, dass die seit Mittwoch brennende Anlage in Zeulenroda-Triebes weder im Eigentum des Landkreises Greiz noch seiner Entsorgungsgesellschaft (“Umwelt” Entsorgungs- und Straßenservice GmbH) steht und auch nicht vom Abfallwirtschaftszweckverband Ostthüringen betrieben wird. Zwischen der betroffenen Anlage und der vom Landkreis getragenen Umwelt GmbH besteht keinerlei Zusammenhang.
Das Landratsamt dankt allen, überwiegend ehrenamtlichen, Einsatzkräften für ihren engagierten Einsatz zur Brandbekämpfung und zur Begrenzung der Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft. Zugleich werden mögliche Maßnahmen gegenüber dem Betreiber der betroffenen Anlage geprüft.
*+++ Update zum Brand der Recyclinganlage in Zeulenroda +++*
Die Warnung ist aufgehoben. Für die Bewohner im betroffenen Gebiet besteht keine Gefahr mehr durch Brandgase. (Quelle: NINA-App)
Der Einsatz am Brandort dauert an. Es werden Restlöscharbeiten durchgeführt. Ebenso aktiv bleibt zunächst die Warnmeldung der unteren Wasserbehörde des Landkreises. Seit 9.45 Uhr wird das mutmaßlich kontaminierte Löschwasser durch eine Fachfirma kontinuierlich abgepumpt und aufgefangen. Es gibt somit keinen Austritt mehr des Löschwassers in die Umwelt.