Groß­brand in Berns­grün: Hun­der­te Tie­re ster­ben – Ermitt­lun­gen wegen mög­li­cher Brandstiftung

Am spä­ten Mitt­woch­nach­mit­tag des 2. Sep­tem­bers kam es auf dem Gelän­de einer Agrar­ge­nos­sen­schaft im Orts­teil Berns­grün, Zeulenroda-Triebes (Land­kreis Greiz) zu einem Groß­brand. Gegen 17 Uhr wur­den die Ein­satz­kräf­te alar­miert. Die dich­te Rauch­ent­wick­lung war noch aus einer Ent­fer­nung von über 30 Kilo­me­tern sichtbar.

Beim Ein­tref­fen der Feu­er­wehr stand ein Schwei­ne­stall, über dem sich ein Stroh­la­ger befand, bereits in Voll­brand. Das Feu­er droh­te sich auf angren­zen­de Gebäu­de und Stal­lun­gen aus­zu­brei­ten. Durch die Ein­satz­kräf­te konn­ten Käl­ber aus einer angren­zen­den Stal­lung in letz­ter Minu­te geret­tet werden.

Die Lösch­ar­bei­ten gestal­te­ten sich äußerst schwie­rig. Zahl­rei­che Feu­er­weh­ren bekämpf­ten die Flam­men gleich­zei­tig von meh­re­ren Sei­ten. Für die Was­ser­ver­sor­gung muss­ten vier lan­ge Schlauch­lei­tun­gen ver­legt werden.

Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen kamen bei dem Brand knapp 1.000 Fer­kel ums Leben. Des Wei­te­ren vie­len über 800 Stroh­bal­len dem Feu­er zum Opfer.  Auf­grund des Aus­ma­ßes des Feu­ers rech­ne­ten die Behör­den damit, dass sich die Lösch­ar­bei­ten bis in die spä­ten Frei­tag Nach­mit­tags­stun­den hinziehen.

Bereits Mit­te August hat­te es in dem­sel­ben Betrieb einen schwe­ren Brand gege­ben. Damals wur­de eine Lager­hal­le zer­stört, wobei auch hier zahl­rei­che Stroh­bal­len und Saat­gut ver­brann­ten. Der ent­stan­de­ne Scha­den belief sich damals auf mehr als eine Mil­li­on Euro.

Sowohl damals als auch heu­te wird eine vor­sätz­li­che Brand­stif­tung nicht aus­ge­schlos­sen. Zeu­gen sol­len damals eine ver­däch­ti­ge Per­son beob­ach­tet haben, die das Betriebs­ge­län­de kurz vor Aus­bruch des Feu­ers ver­ließ. Die Kri­mi­nal­po­li­zei nahm dar­auf­hin die Ermitt­lun­gen auf und ermit­telt auch bei dem aktu­el­len Ereignis.

Im Zuge der Lösch­ar­bei­ten wur­de ein 25-jäh­ri­ger Mann aus der Regi­on als Tat­ver­däch­ti­ger vor­läu­fig fest­ge­nom­men. Nach Anga­ben der Poli­zei han­delt es sich um einen ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ter des betrof­fe­nen Betriebs.

Dem Ver­däch­ti­gen wird schwe­re Brand­stif­tung vor­ge­wor­fen. Ob er sowohl mit dem aktu­el­len Feu­er als auch mit dem Brand im August in Ver­bin­dung steht, woll­ten Poli­zei und Staats­an­walt­schaft mit Hin­weis auf die lau­fen­den Ermitt­lun­gen weder bestä­ti­gen noch ausschließen.

Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den wird nach ers­ten Schät­zun­gen auf über 1,2 Mil­lio­nen Euro bezif­fert. Die Unter­su­chun­gen zur genau­en Brand­ur­sa­che und zu den Hin­ter­grün­den dau­ern wei­ter­hin an.

 

Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Zeulenroda-Triebes

Öffent­lich­keits­ar­beit

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