Wochenendschulung der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda vom 04.- 06. September 2026
Ein ereignisreiches Wochenende voller Ausbildung, praktischer Übungen und Kameradschaft liegt hinter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur feuerwehrtechnische Fähigkeiten, sondern auch das gegenseitige Kennenlernen, die Zusammenarbeit und der Austausch über die Grenzen hinweg.
Ausbildungsmaßnahmen am Freitag
Bereits zu Beginn wurde die Ortslage erkundet. Dabei stand unter anderem die Friedrich-Solle-Schule in Zeulenroda und der Kindergarten „Frohe Zukunft“ auf dem Programm. Die Teilnehmer bekamen die Gebäude ausführlich gezeigt und konnten sich einen Überblick darüber verschaffen, wo sich wichtige Bereiche befinden. Ziel war es, dass im Ernstfall alle Beteiligten wissen, wo was zu finden ist und sich schnell orientieren können.
Ein großer Bestandteil des Wochenendes war die praktische Stationsausbildung. Dabei wurden zahlreiche unterschiedliche Einsatzszenarien und Ausbildungsthemen behandelt. Unter anderem ging es um technische Hilfeleistung, Brandbekämpfung und Menschenrettung. Auch der Umgang mit einem Spineboard und die Reanimation wurden praktisch geübt. Ergänzend gab es einen Vortrag über Verbrennungen.
Besonders realistisch wurde es bei der Darstellung eines Verkehrsunfalls. Angenommen wurde ein Unfall nach einem illegalen Rennen auf einem Feldweg, an dem ein Traktor und zwei Autos beteiligt waren. Mehrere Verletzte – darunter zwei Personen und zwei Übungspuppen – mussten versorgt und gerettet werden. Der Unfall wurde entsprechend gemeldet und die Einsatzkräfte mussten die Lage erkunden und die notwendigen Maßnahmen einleiten.
Ausbildungsmaßnahmen am Samstag
Im Bereich der Brandbekämpfung standen ebenfalls verschiedene Szenarien auf dem Programm. So wurde beispielsweise ein Kellerbrand mit Personen in den darüberliegenden Wohnungen angenommen. Hier mussten die Einsatzkräfte gleichzeitig die Brandbekämpfung und die Menschenrettung bewältigen. Dabei wurden unter anderem der Einsatz eines Rauchvorhangs und verschiedene Techniken des Schlauchmanagements trainiert.
Für eine besondere Herausforderung sorgte eine Übung zum Bernoulli-Effekt. Dabei wurde nicht nur die physikalische Grundlage erklärt, sondern auch die Bedeutung dieses Effekts für die Arbeit der Feuerwehr vermittelt. Anschließend konnten die Teilnehmer das Prinzip auf spielerische Weise anwenden. Eine ungewöhnliche Aufgabe bestand darin, einen Tischtennisball mithilfe eines Strahlrohrs zu jonglieren.
Mehr als nur Ausbildung und Übungen
Eine besondere Herausforderung des Wochenendes war, dass während der Stationsausbildung mehrere reale Einsätze nebenbei abgearbeitet werden mussten. Dadurch wurde deutlich, wie wichtig Flexibilität, Teamarbeit und eine gute Organisation im Feuerwehrdienst ist, so der Wehrführer Christian Komorowski. Ausbildung und Einsatzgeschehen mussten miteinander vereinbart werden.
Am Samstagabend stand nach dem abwechslungsreichen Ausbildungstag die Kameradschaft im Vordergrund. Bei einem gemütlichen Zusammensein konnten die Erlebnisse des Tages gemeinsam Revue passieren gelassen und die Kontakte untereinander weiter vertieft werden.
Auch der internationale Austausch kam nicht zu kurz. Bestandteil des Wochenendes war der Austausch mit Feuerwehrangehörigen aus Tschechien sowie der Kontakt zur Ortsfeuerwehr Arnsgrün. Gerade dieser Austausch bietet die Möglichkeit, Erfahrungen weiterzugeben, voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit über regionale Grenzen hinweg zu stärken.
Ausbildungsmaßnahmen am Sonntag
Am Sonntag ging es schließlich an die Rötlein-Schule. Dort wurde ein Brand in einem Klassenzimmer angenommen. Wieder standen die Personenrettung und die Brandbekämpfung im Mittelpunkt. Teilnehmer schlüpften dabei auch in die Rolle von Verletzten beziehungsweise Opfern und sorgten damit für möglichst realistische Übungsbedingungen.
Das Wochenende zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Feuerwehrarbeit ist. Neben technischem Wissen und körperlichem Einsatz gehören auch Kommunikation, Menschenrettung, Improvisation und Teamarbeit zu den wichtigen Fähigkeiten einer Feuerwehrfrau oder eines Feuerwehrmannes. Durch die zahlreichen praktischen Übungen, die realen Einsätze und den gemeinsamen Austausch konnten die Teilnehmer wertvolle Erfahrungen sammeln – und gleichzeitig den kameradschaftlichen Zusammenhalt stärken. Die Wehrführung bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden sowie bei den Gewerbetreibenden, die Ihre Objekte zur Verfügung gestellt haben.
Freiwillige Feuerwehr Zeulenroda-Triebes
Öffentlichkeitsarbeit




















































